Archiv für Juli 2008

Was für ein Tag

Montag, 28. Juli 2008

Heute Mittag Lehrerkonferenz bis 17.20 Uhr, dann ab nach Hause, umziehen und weiter nach Wörth in die AWO-Seniorenresidenz, wo ich einen Vortrag über den Limes gehalten habe. Dummerweise habe ich mir am Freitag auf dem Schulfest des KEG in Amorbach eine Erkältung zugezogen, als ich mich von Schülern mit Wasserbomben bewerfen ließ. Entsprechend mies ging es mir heute den ganzen Tag über und geht es immer noch: Der Druck auf den Stirnhöhlen bringt mich noch um das letzte Bisschen Verstand. Und morgen schon wieder Konferenz und Kreisvorstandssitzung…

Vortrag Limes I

Vortrag Limes I

Vortrag zum Limes I

Vortrag zum Limes II

Die eigene Stimme (brrr)

Mittwoch, 23. Juli 2008

Ich werde mich wohl nie daran gewöhnen, meine eigene Stimme (wie in diesem Wahlwerbespot auf Radio Primavera) zu hören. Da schaudert es mich jedesmal. Klinge ich wirklich so?

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Ortsbegehung Obernburg

Dienstag, 22. Juli 2008

Heute hat der SPD-Ortsverein Obernburg eine Ortsbegehung organisiert, um mir (aber vor allem der Bevölkerung) die Baustellen und Probleme in der Stadt näherzubringen. Leider hat das Wetter (und die Presse, die eine falsche Uhrzeit für die Begehung angekündigt hatte) nicht so mitgespielt.

Äußerst anschaulich und kompetent hat der SPD-Fraktionsvorsitzende, Ferdi Kern, über die umstrittene Farbgestaltung des Rathauses, die Straßenbaumaßnahmen an der Römerstraße, den geplanten Standort für das Römermuseum und die Ganztagsbetreuung an der Volksschule informiert.

Aber am meisten hat mich gefreut, dass auch mein Bruder und meine Schwägerin mit meinen beiden Nichten Hannah und Emma sowie meine Mutter mit ihrem Mann anwesend waren, weil sie mal schauen wollten, was ich so den ganzen Tag treibe, wenn ich Politik mache. Und ich muss sagen: Für ihre vier bzw. zwei Jahre waren meine beiden Süßen ganz schön tapfer, auch wenn sie mit ihrem Opa Ricky mal eine Eispause im Lido einlegen mussten ;)

Hier ein paar Impressionen von der Ortsbegehung:

Vor verschlossenen Türen

Vor verschlossenen Türen

Tapfer im Regen

Tapfer im Regen

Ganztagsbetreuung

geplante Ganztagsbetreuung (Meyerer, Kern)

Noch 9 Schultage

Montag, 21. Juli 2008

Die Ferien nahen mit großen Schritten und die Motivation lässt spürbar nach, vor allem seit die Schüler zu wissen glauben, dass Notenschluss ist und ständig irgendwelche Veranstaltungen (Bundesjugendspiele, Tag des Balls, Schulfest, Fahrten usw.) sind. Mein Vorschlag: Noten machen bis zum letzten Schultag- oder zumindest bis kurz vor Schluss, Konferenzen am ersten Ferienmontag und Zeugnisse verschicken bzw. abholen lassen.

Maget again

Samstag, 19. Juli 2008

Innerhalb von zwei Wochen war Franz Maget, Spitzenkandidat der BayernSPD und Landtagsfraktionsvorsitzender, zweimal im Landkreis Miltenberg. Vor zwei Wochen auf dem Tag der Franken in Miltenberg, heute in Wörth auf dem Altstadtfest. Danach habe ich ihn nach Lohr begleiten dürfen, wo er an der Vitamin-Oase der SPD am Fahrradweg vorbeischaute (anschließend haben wir uns dann auf Einladung von Harald Schneider ein wirklich erstklassiges Eis gekönnt (Franz hatte einen Bananen-Split, ich einen Erdbeerbecher). Das muss auch im Wahlkampf mal erlaubt sein. In seiner Eigenschaft als Vize-Präsident des TSV 1860 München besuchte er dann die 30-Jahr-Feier der “Spessart-Löwen” in Frammersbach, wohin ich ihn ebenfalls begleitet habe.

Ich freue mich jedenfalls sehr auf den dritten Besuch im Landkreis im Rahmen seiner Bayern-Tour. Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, sich Franz Maget live anzuhören. Wer dann nicht begeistert ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen^^

Veranstaltung Zukunft der beruflichen Bildung

Dienstag, 15. Juli 2008

In der bildungspolitischen Debatte konzentriert sich alles auf den Kindergarten, die Grund-, Haupt-, Realschule, das Gymnasium und die Hochschulen. Aus dem Blickfeld geraten dabei häufig die Förderschulen und die Berufsschulen, weil sie kaum eine Lobby haben. Ich muss gestehen, dass ich wegen meines Berufs auch mit einer gewissen Betriebsblindheit geschlagen bin und viele Probleme an anderen Schularten so ohne Weiteres nicht sehe. Im Bereich der Berufsschulen hat sich das heute Abend ein Stück weit geändert. Der Arbeitskreis Bildung des SPD-Kreisverbandes hat eine Veranstaltung zur Zukunft der beruflichen Schulen im Landkreis Miltenberg mit Wolfgang Lambl, Vorsitzender des VLB (Verband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern), organisiert. Neben Problemen, die alle Schularten betreffen, wurde besonders die Forderung nach Schulsozialarbeit auch an beruflichen Schulen angesprochen, sowie die Problematik der Bildung von sog. Kompetenzzentren. Themen, die sicher in meiner zukünftigen politischen Arbeit, sowohl im Kreistag und Jugendhilfeausschuss, als auch nach dem 28. September im Landtag eine Rolle spielen werden.

Röllfelder Wappen

Samstag, 12. Juli 2008

Komme gerade von der Vorstellung des neuen Röllfelder Wappens: Oben Fränkischer Rechen, links rotes Feld mit silbernem springendem Hasen, rechts blaues Feld mit Mainzer Rad, zwischen beiden Felder eine Wasserlinie, die den Main symbolisiert. War eine echt schöne und vor allem kurzweilige Veranstaltung. Die Laudatio von Pfarrer Dr. Dr. Feineis war informativ und witzig zugleich.

Bemerkenswert: Das war die erste und einzige Feierstunde auf der ich war, die wirklich nur eine Stunde dauerte, nämlich von 20.00 Uhr bis 21.00 Uhr. Danach noch ein Bierchen mit meinen ehemaligen Stadtratskollegen Stefan Wüst, Franz-Josef Weber (beide SPD) und Wolfgang Hanel (FW), und dann ab nach Hause, Schulaufgaben korrigieren.

Morgen geht es dann zum Frühschoppen zum Musikfest nach Trennfurt und um 13.30 Uhr zum Festzug nach Eschau (100 Jahre Schützenverein).

Podiumsdiskussion der KAB

Samstag, 12. Juli 2008

Gestern Abend fand in Großheubach die zweite Podiumsdiskussion zur Landtagswahl statt. Nach dem DGB wollte diesmal die KAB den Kandidaten auf den Zahn fühlen. Kurzfristig glänzte der Kandidat der Freien Wähler durch Abwesenheit. Wahrscheinlich musste er sich Gedanken über die parteitaktischen Spielchen der Freien Wähler machen (Sorry für die Polemik, aber bei den Freien geht mir momentan der Hut hoch, kandidiert doch ihr Bezirksvorsitzender aus dem Landkreis Miltenberg in Aschaffenburg-Ost, um so seine Chancen zu erhöhen. Solche Spielchen traut man den Freien doch nicht zu, höchstens Parteien ;)

Von der CSU saß der noch amtierende MdL Henning Kaul am Podium, während die Listenkandidatin aus Aschaffenburg im Publikum Platz nahm und von dort aus offensiv und schamlos Wahlwerbung betrieb. Statt mit einem war die CSU also mit zwei Leuten vertreten. Wie die Dame heißt, weiß ich allerdings nicht mehr so genau, da sie sich immer nur mit ihrem Listenplatz vorgestellt hat: “Ich bin Liste 1, Platz x” (den Platz nenne ich jetzt aber nicht, sonst kommt noch jemand auf dumme Gedanken und merkt ihn sich). Das klingt zwar saudoof, ist aber sehr effektiv.

Ach ja, die Diskussion war für mich dann doch sehr interessant, weil man viel über die Probleme und Befindlichkeiten der Besucherinnen und Besucher erfahren hat. Effektiv zu sagen hatte ich dann in den drei Stunden, bei fünf Kandidaten und vier KAB-Gruppen, die die Themenfelder vorgestellt haben, höchstens 10 Minuten. Aber manchmal ist es eben doch besser, man hört einfach mal aufmerksam zu, als stundenlang am Thema vorbei zu labern (gell, Herr Kaul?).

Ach ja, die CSU…

Mittwoch, 09. Juli 2008

Heute Lektüre Main-Echo, Artikel über CSU-Kreisvorstand: “CSU: Gefahr in medizinischer Versorgung”

Da steht doch tatsächlich, ich zitiere: Den Betrieb neuer medizinischer Versorgungszentren durch Kapitalgesellschaften lehnte der CSU-Kreisvorstand [...] ab. [...] Medizinische Versorgungszentren sollten von Haus- und Fachärzten betrieben werden [...] Die Kapitalgesellschaften umgingen diese Regelung, in dem sie Ärzten die Praxis inklusive der Zulassung abkauften. Diese Entwicklung gefährde die flächendeckende Versorgung der Patienten mit Haus- und Fachärzten.

Und Schuld daran trägt natürlich wieder mal die SPD, so Wolfgang Zöller und die versammelte CSU-Kreisvorstandschaft.

Dabei hat doch die CSU im Landkreis Miltenberg sich als Totengräber der flächendeckenden Versorgung der Patienten betätigt. Durch den Verkauf der Kreiskrankenhäuser an die Rhön-Klinikum AG! Diese ist eine dieser, von der CSU so gescholtenen, Kapitalgesellschaften, die ein medizinisches Versorgungszentrum neben dem Miltenberger Krankenhaus aufgebaut hat. Hier wird also wieder einmal Feuer gelegt, dann auf die bösen Sozen geschimpft, um dann im Landtagswahlkampf in hektischen Aktionismus zu verfallen.

Auch typisch: Am Schlechten ist die SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt Schuld. Das Gute vereinnahmt die CSU für sich, als trage sie nur dafür die Verantwortung. Zitat: “Durch die letzte Gesundheitsreform verbessert sich die Vergütung der Ärzte, und die Bürokratie wird abgebaut [...]” Politisch verantwortlich ist die Ministerin und die SPD dafür wohl nicht? Nur die CSU und namentlich Wolfgang Zöller? Ich finde dieses Verhalten erbärmlich und armselig. Genau wie damals, als man für die Praxisgebühr war, aber beim leisesten Anzeichen von Kritik abgetaucht ist und der SPD den Schwarzen Peter zugeschoben hat.

Zur Benzinpreis- bzw. Ölpreisdebatte

Montag, 07. Juli 2008
Folgenden Beitrag habe ich bei Marco Schneider geklaut, weil er mir so interessant und nachdenkenswert erschien:

Eine einfache Rechnung:

Am 01.01.2002 (Euro-Einführung) kostete ein Fass Erdöl (159 Liter) auf dem Weltmarkt 72 Dollar (1 $ damals: 1,20 Euro). –> Preis für das Fass: 86,40 Euro.

Am 24. Juni wurde ein Fass Rohöl (immer noch 159 Liter) für 137 Dollar gehandelt. Heute (04.07.08) kostet 1 $ 0,64 Euro. Das bedeutet: ein Fass Rohöl kostet 87,68 Euro. Rohöl wird immer in Dollar gehandelt, daher ist Umrechnen nötig. Und durchaus erhellend!

Der Benzinpreis an den Zapfstellen in Deutschland ist von 2002 bis 2008 von ca. 1 Euro auf 1,55 Euro gestigen – stets unter Berufung auf steigende Rohölpreise.

Diese sind aber im gleichen Zeitraum gerade mal um 1,28 Euro für 159 Liter Rohöl gestiegen. Schon seltsam, oder?

Natürlich hat sich die Öko-Steuer um ein paar Cent erhöht und – ja – mit jeder Preiserhöhung kommt natürlich auch mehr Mehrwertsteuer obendrauf. Aber eine 50%-ige Teuerung an den Zapfsäulen kann das alles nicht erklären.

Noch ein Zahl, die so mache Diskussion ins rechte Licht rückt: In den 50er-Jahren kostete der Liter Benzin umgerechet 28 Euro-Cent. Mit dem durchschnittlichen Monatsgehalt eines deutschen Arbeiters hätte man somit 500 Liter Benzin kaufen können. Bei einem Benzinpreis von 1,60 Euro kann der durchschnittliche Deutsche mit einem Verdienst von 3.317 Euro (wer verdient denn bitteschön so viel netto?) im Monat immerhin über 2.000 Liter Sprit kaufen.

Zugegeben: jeder Vergleich hinkt etwas. Aber diese Zahlen sprechen in ihrer Tendenz schon für sich.