Heute Lektüre Main-Echo, Artikel über CSU-Kreisvorstand: “CSU: Gefahr in medizinischer Versorgung”
Da steht doch tatsächlich, ich zitiere: Den Betrieb neuer medizinischer Versorgungszentren durch Kapitalgesellschaften lehnte der CSU-Kreisvorstand [...] ab. [...] Medizinische Versorgungszentren sollten von Haus- und Fachärzten betrieben werden [...] Die Kapitalgesellschaften umgingen diese Regelung, in dem sie Ärzten die Praxis inklusive der Zulassung abkauften. Diese Entwicklung gefährde die flächendeckende Versorgung der Patienten mit Haus- und Fachärzten.
Und Schuld daran trägt natürlich wieder mal die SPD, so Wolfgang Zöller und die versammelte CSU-Kreisvorstandschaft.
Dabei hat doch die CSU im Landkreis Miltenberg sich als Totengräber der flächendeckenden Versorgung der Patienten betätigt. Durch den Verkauf der Kreiskrankenhäuser an die Rhön-Klinikum AG! Diese ist eine dieser, von der CSU so gescholtenen, Kapitalgesellschaften, die ein medizinisches Versorgungszentrum neben dem Miltenberger Krankenhaus aufgebaut hat. Hier wird also wieder einmal Feuer gelegt, dann auf die bösen Sozen geschimpft, um dann im Landtagswahlkampf in hektischen Aktionismus zu verfallen.
Auch typisch: Am Schlechten ist die SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt Schuld. Das Gute vereinnahmt die CSU für sich, als trage sie nur dafür die Verantwortung. Zitat: “Durch die letzte Gesundheitsreform verbessert sich die Vergütung der Ärzte, und die Bürokratie wird abgebaut [...]” Politisch verantwortlich ist die Ministerin und die SPD dafür wohl nicht? Nur die CSU und namentlich Wolfgang Zöller? Ich finde dieses Verhalten erbärmlich und armselig. Genau wie damals, als man für die Praxisgebühr war, aber beim leisesten Anzeichen von Kritik abgetaucht ist und der SPD den Schwarzen Peter zugeschoben hat.